Leistungen
- Förderung der motorischen Entwicklung gesunder Babys durch richtiges Handling (siehe auch Onlinekurse und Vorträge)
- Behandlung von kindlichen Asymmetrien, Entwicklungsauffälligkeiten und Fußfehlstellungen
- Neurophysiologische Rota-Therapie für Kinder
- Aktive Bewegungsübungen (z.B. Kraft-, Koordinationstraining, Haltungsschulung)
- Manuelle Techniken (z.B. Mobilisation von Gelenken, Muskel- & Faszientechniken)
- Geburtsvorbereitende Übungen (Kurse)
- Rückbildungsübungen (Kurse)
"Lieblingsseite", Kopfdeformitäten
Babys, die den Kopf lieber zu einer Seite drehen als zur anderen, leiden meist unter einem muskulären Schiefhals und sollten laut Studien umgehend physiotherapeutisch behandelt werden, idealerweise noch im ersten Lebensmonat. Dann sind deutlich weniger Therapieeinheiten nötig und das Risiko für Folgeschäden wie Plagiocephalus (asymmetrisch verformter Kopf) oder eine bleibende Schiefhaltung wird minimiert. Auch wenn das Baby immer wie eine Banane zu einer Seite gebogen liegt, ist Physiotherapie sinnvoll. Meist wartet man leider vergebens auf ein "Auswachsen" von Asymmetrien, und je älter ein Kind wird, desto geringer sind die Chancen, diese noch ausgleichen zu können.
Entwicklungsauffälligkeiten
Physiotherapie ist nicht nur bei motorischen Entwicklungsverzögerungen sinnvoll. Auch bei rascher Entwicklung kann es Behandlungsbedarf geben, z.B. bei ungünstigen Bewegungsmustern und/oder auffälliger Körperspannung. Babys, die sich häufig nach hinten überstrecken, können genauso von Physiotherapie profitieren wie Babys, die Probleme mit dem Unterarmstütz in Bauchlage haben, in Rückenlage die Beine nicht oder kaum hochheben, nicht krabbeln oder stattdessen sitzrutschen. Darüber, wie die kindliche Bewegungsentwicklung aussehen sollte und wie Eltern diese positiv, aber auch negativ beeinflussen können, informiere ich in meinen Onlinekursen und Vorträgen.
Beinachsen- & Fußfehlstellungen
Häufige Gründe für Physiotherapie sind angeborene Fußfehlstellungen wie Sichelfuß, Serpentinenfuß, Knickplattfuß, Klumpfuß etc. - auch hier ist ein möglichst frühzeitiger Therapiebeginn wichtig für die Prognose. Je älter das Baby, desto mehr verfestigt sich die Fehlstellung und desto unkooperativer ist der kleine Patient. Ich behandle mittels dreidimensionaler manueller Fußtherapie auf neurophysiologischer Grundlage nach Zukunft-Huber. Hier habe ich eine Karte mit Zukunft-Huber-Therapeut*innen erstellt. Andere häufige Indikationen für Physiotherapie sind z.B. Zehenspitzengang, Zehenfehlstellungen, nach innen gedrehte Füße beim Gehen etc.
Arbeit mit Körper und Bewegung während Schwangerschaft und Geburt
Wie kann ich meinem Baby helfen, die optimale Startposition zu finden? Was kann ich gegen schwangerschaftsbedingte Schmerzen tun? Durch welche Positionen und Bewegungen kann ich den Geburtsverlauf positiv beeinflussen und welche können nachteilig sein? Warum sollte ich meinen Beckenboden schon jetzt trainieren und wie funktioniert das? Wie läuft eine Geburt ab? Was hat es mit der richtigen Atmung auf sich? Wie bewegt sich das Kind durch das Becken? Warum ist es wichtig, als gebärende Person gut informiert zu sein? Wie kann ich mithelfen, Geburtsverletzungen vorzubeugen? Wie setze ich meinen Körper während der Geburt optimal ein? Wie kann mich mein/e Partner*in bestmöglich unterstützen? Wie gestalte ich die Geburt aktiv mit, statt mich passiv entbinden zu lassen? Was kann ich selbst oder mein/e Partner*in gegen den Wehenschmerz tun? Was ist nach der Geburt wichtig für meinen Körper? All das und mehr besprechen wir in diesem Kurs. Er kann und soll die Geburtsvorbereitung mit einer Hebamme keineswegs ersetzen, ist aber eine gute Ergänzung dazu. Ich habe einschlägige Fortbildungen absolviert, mit Hebammen zusammengearbeitet, einige Geburten im beruflichen Kontext miterlebt und zwei eigene Kinder geboren. Die Teilnahme ist ab der 13. Schwangerschaftswoche möglich. Der dritte Termin sollte am besten mit Partner*in besucht werden, ist aber auch mit einer anderen Begleitperson oder notfalls alleine möglich. Es dürfen nur Schwangere teilnehmen, dies ist keine Fortbildung!
Nach der Geburt dreht sich alles um dein Baby. Vergiss aber nicht, dass dein Körper Enormes geleistet hat und etwas Zeit, Aufmerksamkeit und Übung braucht, um langsam wieder der alte zu werden. Auch wenn du keinerlei Beschwerden hast, ist Rückbildung wichtig, da die Konsequenzen häufig erst Jahre oder sogar Jahrzehnte später sichtbar werden und oftmals schwierig zu behandeln sind. Vorbeugen ist auch hier besser als Heilen. Für gesunde Personen ohne größere Probleme biete ich laufend Rückbildungskurse an. Bei Beschwerden ist die Einzelphysiotherapie evtl. besser für dich geeignet. Bei Fragen und Unsicherheiten kannst du mich gerne kontaktieren.
Die Erfahrung einer Schwangerschaft und Geburt ist einzigartig – aber auch eine Belastung für dein Rumpfkapselsystem und deinen Beckenboden, egal ob Spontangeburt oder Kaiserschnitt. Daher ist es wichtig, diese Strukturen behutsam wieder zu aktivieren, um Spätfolgen wie Inkontinenz, Senkungsbeschwerden, Figurprobleme, Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle o.ä. zu vermeiden. In diesem Kurs geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern darum, wieder ein Gefühl für das Zusammenspiel von Zwerchfell, Bauchmuskulatur und Beckenboden zu bekommen sowie die Wirbelsäule aktiv zu stabilisieren, z.B. auch beim Heben. Die Übungen können individuell angepasst werden und sind daher für sportliche und weniger sportliche Personen gleichermaßen geeignet. Ideal ist es, möglichst bald nach der Geburt zu beginnen. Du musst daher nicht 6 Wochen warten, bist aber auch nach 2 Jahren noch herzlich willkommen! Dein Baby kannst du bei Bedarf mitnehmen, gerne auch mit einer Begleitperson, damit du konzentriert üben kannst. Still- oder Flaschenpausen sind natürlich kein Problem. Während der letzten Viertelstunde ist Zeit zum Nachfragen, Diskutieren und Austauschen.